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Grußwort zum Jahreswechsel 2022/2023

Ein Grußwort zum Jahreswechsel 2022/2023 von Bürgermeister Steffen Malzer!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, selten war ein Jahreswechsel mit so viel Ungewissheit verbunden wie dieser. Die Lage in der Ukraine ist nach wie vor besorgniserregend. In Sachen Corona ist zwar Besserung in Sicht, dafür breiten sich andere Infektionskrankheiten rasant aus. Die Preise steigen auf breiter Front immer weiter und insbesondere die Energiekosten übersteigen zunehmend die finanziellen Möglichkeiten von immer mehr Menschen in Ostheim, Urspringen und Oberwaldbehrungen. Wann können wir unser normales Leben wieder ohne Einschränkungen leben? Mit diesen und vielen weiteren offenen Fragen gehen wir in das neue Jahr 2023. Umso wichtiger ist es mir deshalb, ein paar zentrale Dinge zu betonen, von deren Richtigkeit ich fest überzeugt bin.

Erstens: Wir werden die Herausforderungen Energiekrise, Ukrainekrieg und Pandemie meistern, wenn wir weiter zusammenhalten. In den nunmehr fast drei Jahren, in denen weite Teile unseres Lebens vom Corona-Virus bestimmt waren und sind, habe ich neben vielen traurigen Situationen eben auch sehr viele hoffnungsvolle erlebt. Gleiches gilt für die bewegenden Monate seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022. Welche Tragödien und welches Leid sich in der Ukraine ereignet haben, ist nicht zu greifen und auch nicht annähernd zu erfassen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. All den Betroffenen gilt deshalb unser ganzes Mitgefühl!

An ganz vielen verschiedenen Stellen in Ostheim gibt es eine unglaublich große Einsatz- und Hilfsbereitschaft. Deshalb möchte ich ausdrücklich allen danken, die sich im vergangenen Jahr eingesetzt haben. Sei es im Kampf gegen das Virus oder sei es bei der Unterstützung der Menschen aus der Ukraine, die wir in Ostheim aufgenommen haben.

Für diese gelebte Solidarität bin ich zutiefst dankbar. Wir werden sie weiterhin brauchen, deshalb bin ich froh, dass sie für so viele Menschen in Ostheim, Urspringen und Oberwaldbehrungen zu ihrer Grundüberzeugung zählt. Beispielhaft möchte ich hier meine Stellvertreterin, Karina Werner und die Aktiven um Familie Ritter (Ostheim Hilft) erwähnen, die sich mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement für die Menschen aus der Ukraine einsetzen.

Zweitens: Egal, wie lange die verschiedenen und einander überlagernden Krisen noch dauern, dürfen wir uns von ihnen bei der Erneuerung von unserer Kommune nicht unnötig ausbremsen lassen. Vielmehr müssen und werden wir nach Kräften die Dynamik fortsetzen, die wir uns vor Corona erarbeitet hatten.

Die Dynamik hochzuhalten gilt für die bestmögliche Ausstattung unserer Infrastruktur insgesamt. In den nächsten Jahren soll das schnelle Internet so gut wie alle Haushalte in Ostheim, Urspringen und Oberwaldbehrungen erreicht haben.

Drittens: Die Klimakrise überschattet alle anderen Krisen. In Ostheim ist schon viel gegen den Klimawandel unternommen worden. Ich möchte an dieser Stelle ein paar Beispiele aufzeigen. Fast die gesamte Straßenbeleuchtung in Ostheim, Urspringen und Oberwaldbehrungen wurde auf LED umgerüstet.  Die Erweiterung des Wärmenetzes in der Marktstraße wird im kommenden Jahr beginnen. Dadurch werden wir in Ostheim noch mehr CO2 einsparen. In Oberwaldbehrungen wird ein neues Wärmenetz entstehen. Mehr als 80% der Einwohner Oberwaldbehrungens lassen ihre Gebäude daran anschließen. Mehrere kommunale Gebäude wurden energetisch saniert. Bereits jetzt wird in Ostheim, Urspringen und Oberwaldbehrungen 85% des jährlichen Stromverbrauchs regenerativ erzeugt. Wir sind also auf dem richtigen Weg.

Viertens: Wir werden weiter in die Innenentwicklung unserer Kommune investieren: In Urspringen werden wir die Fenster im Dorfgemeinschaftshaus erneuern. In Ostheim soll im kommenden Jahr der Umbau des Areals Markthalle mit Schlösschen in Ostheim erfolgen, der mit mehr Bäumen und vielleicht einem Wasserspiel nicht nur schöner werden, sondern auch für besseres Mikroklima sorgen soll. Ziel ist es, im Herzen von Ostheim ein Zentrum zu schaffen, wo sich Alt und Jung treffen können. Seniorentanz, Seniorentreffs, Vereinsfeste, Regionalmarkt, Tagungen sind nur eine kleine Aufzählung der Möglichkeiten, die sich mit einer solchen Veranstaltungshalle für die Bürgerinnen und Bürger bietet. Es ist für Ostheim unerlässlich, in unsere Innenstadt zu investieren. Innenentwicklung ist das A und O unserer Zeit. So konnten wir im Jahr 2022 mehrere Bauanträge im Stadtrat befürworten, deren Umsetzung die Innenstadt Ostheims verschönern werden. Drei Beispiel möchte ich hier aufzeigen. In der Karlstraße wird ein Anwesen saniert, das Baugerüst kann man schon sehen. Die Bauanträge für das „Weiße Roß“ und das „Alte Amtshaus“ wurden im Stadtrat verabschiedet. Erfreulich ist die Nachricht vor Weihnachten, dass der Freistaat Bayern einen hohen Millionenbetrag in die Lichtenburg investiert. Der beliebte Ausflugsort und Wahrzeichen von Ostheim wird dadurch an Attraktivität gewinnen.

Meine Aufzählung soll eines deutlich machen: Wir wollen uns in Ostheim, Urspringen und Oberwaldbehrungen nicht ausbremsen lassen, auch nicht von den größten Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg. Und wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren, auch wenn noch kein Ende absehbar ist. Denn wenn wir zusammenhalten und uns die Zuversicht bewahren, können wir mehr schaffen, als uns klar ist.

Um Ihnen Mut zu machen, will ich es an dieser Stelle nicht versäumen, Ihnen die guten Dinge nochmals in Erinnerung zu rufen.

Herausgeragt aus dem Alltagsgrau hat unser Stadtfest, dass wir nach zwei Jahren endlich wieder gemeinsam feiern konnten. Das war einfach ein tolles Fest. Danke nochmals an alle dafür Verantwortlichen vom Kommunalunternehmen und allen Vereinen.

Das schönste Ereignis war für mich der 11. Rhöner Wurstmarkt, der nach 2018 endlich wieder live, vor Ort, stattfinden konnte. Mit der Bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hatten wir eine exzellente Schirmherrin, die diesen wunderschönen Markt gewürdigt hat. Besonders schön war die Dekoration des Wurstmarktes, die von allen Besucher aus Nah und Fern bewundert wurde. Danke an die Männer des Bauhofs, die für diese schöne Dekoration gesorgt haben.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft und der Kindergärten, Kinderkrippen, des Hortes und der Schulen, des Bauhofs, des Wasserzweckverbandes und des Hallenbades, der Bücherei, des Kommunalunternehmens, wie auch allen ehrenamtlichen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern aus dem Stadtrat sowie all denjenigen, die sich darüber hinaus für Ostheim, Urspringen und Oberwaldbehrungen eingesetzt haben, gilt an dieser Stelle mein herzlicher Dank. Nur wenn wir uns gemeinsam, jeder an seiner Stelle und mit seinen Fähigkeiten, für unsere Kommune einsetzen, wird sie das bleiben, was sie ist: Unsere liebenswerte Heimat!

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich trotz und gerade in dieser angespannten Lage besinnliche Feiertage und ein gutes neues Jahr. Nehmen Sie eine Portion Optimismus und Durchhaltevermögen mit. Bleiben Sie vor allem gesund.

Ihr Bürgermeister Steffen Malzer